Schmerzen in Knie oder Hüfte? Das könnte Arthrose sein. Eine Entlastungsorthese kann Ihre Schmerzen reduzieren, Ihre Beweglichkeit verbessern und Ihre Mobilität stärken.

Die meisten Menschen werden wahrscheinlich irgendwann in ihrem Leben Knie- oder Hüftschmerzen haben, besonders wenn sie Sport treiben oder anstrengenden Aktivitäten nachgehen. Eine häufige, aber schwerwiegende Ursache für Gelenkschmerzen ist Arthrose, der langsame Abbau von Knorpel (= der natürlichen Polsterung) zwischen den Gelenken.

Spezielle Orthesen können Ihre Leistungsfähigkeit erhalten


Wenn bei Ihnen eine Knie- oder Hüftarthrose diagnostiziert wurde, sollten Sie das Tragen einer Entlastungsorthese in Erwägung ziehen, damit Sie im alltäglichen Leben und vor allem bei sportlichen Aktivitäten wieder möglichst schmerzfrei und leistungsfähig sind.

Wie funktionieren Entlastungsorthesen?


Laienhaft ausgedrückt, erweitern sie durch einstellbare Zugbänder den Gelenkspalt. So verringern sie die Belastung auf der schmerzhaften oder betroffenen Seite des Gelenks, wirken damit schmerzlindernd und stabilisierend.

Entlastungsorthesen – wie hier die Onloader One X von Össur – tragen zur Schmerzlinderung und zu funktionellen Verbesserungen bei und sind damit unterstützende Begleiter für alle Aktivitäten und Abenteuer des Alltags. – Foto: ©Copyrights by Össur hf

Hilfe vor allem bei partieller Abnutzung


Orthesen sind vor allem dann sinnvoll, wenn nur ein Teil des Knorpels von der Abnutzung betroffen ist, wie man es bei Knie und Hüfte häufiger findet. Die Ursachen können unterschiedlich sein, in vielen Fällen tragen jedoch Gelenkfehlstellungen zum verstärkten Knorpelabbau in einem Teil des Gelenkes bei.

Genau hier setzen sogenannte Unloader-Orthesen an – sie entlasten den überbelasteten Teil des Gelenkes und schonen damit den Knorpel. Durch die Entlastung können Schmerzen reduziert und die Beweglichkeit verbessert werden.

Orthese lässt sich jeder Situation anpassen


Je nach Schwere der Arthrose stehen verschiedene Orthesen zur Verfügung. Sie lassen sich individuell anpassen und einstellen: So können Sie als Patient die je nach Aktivität benötigte Entlastung über spezielle Einstellräder bestimmen. Zum bequemeren Sitzen können Sie die Entlastungsgurte auch lockern, zum Aufstehen ziehen Sie sie wieder nach Bedarf fest.

Entlastungsorthesen geben Ihnen Mobilität und damit Lebensqualität und Lebensfreude zurück. – Foto: ©Copyrights by Össur hf

Orthesen fördern Mobilität und Lebensfreude

 

Die entlastenden Orthesen können Ihre Mobilität spürbar verbessern und Sie bei jeder Aktivität unterstützen – ob Sie Fahrrad fahren, tanzen gehen oder mit Ihren Kindern oder Enkeln toben. So geben die Orthesen Ihnen ein gutes Stück Lebensqualität und Lebensfreude zurück.

Sprechen Sie mit den Orthesen-Experten in Ihrem Sanitätshaus

Sie haben noch Fragen zum Thema Entlastungsorthesen? Sie möchten wissen, ob das auch etwas für Sie wäre? Dann wenden Sie sich doch vertrauensvoll an uns – Ihr Sanitätshaus. Unsere Orthesen-Experten beraten Sie gerne. Kompetent und unverbindlich.

 

Quelle: Össur Deutschland GmbH, Frechen

www.ossur.com

Gleichgewicht ist gerade für ältere Menschen enorm wichtig. Eine trainierte Fuß- und Beinmuskulatur kann es gezielt fördern.

Muskeln können Stürze abmildern, Gelenke und Knochen schützen. Weil Muskeln aber im Alltag relativ wenig beansprucht werden – gerade bei älter werdenden Menschen –, gilt es, sie regelmäßig zu trainieren.

Einbeinstand trainiert Ihr Gleichgewicht

Das muss nicht unbedingt im Fitnessstudio sein. Geeignet sind schon einfache Übungen wie der Einbeinstand, der Fuß- und Beinmuskulatur trainiert und das Gleichgewicht fördert:

 

Tipp: Fangen Sie einfach an – steigern Sie sich dann

Den Einbeinstand können Sie leicht in Ihren Alltag einbauen. Probieren Sie ihn doch mal vor dem Fernseher oder beim Zähneputzen. Oder nach dem Aufstehen am offenen Schlafzimmerfenster. So starten Sie aktiv in den Tag.

 

Quelle: InForm, Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung

 

Zum Weiterlesen

Gleichgewicht trainieren_Bundesagentur für Ernährung_Bild 7

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (Hrsg.): 66 Tipps für ein genussvolles und aktives Leben. 6. Auflage 2019, 152 Seiten, kostenfrei erhältlich unter

www.ble-medienservice.de/6660/66-tipps-fuer-ein-genussvolles-und-aktives-leben-mit-66

Die Fachberatung im Sanitätshaus ist bei medizinischen Hilfsmitteln das A und O. Am Beispiel von Kompressionsstrümpfen erläutern wir den Weg vom ärztlichen Rezept über die individuelle Beratung bis hin zum perfekt sitzenden Strumpf.

Vom Venenleiden bis hin zum Lymphödem* – es gibt verschiedene Diagnosen, die das Tragen von Kompressionsstrümpfen notwendig machen.

Unterschiedliche Kompressionsklassen 

Die Art der Versorgung wird von zwei Faktoren bestimmt: zum einen vom Krankheitsbild, zum anderen von der Ausprägung der Krankheit. Es gibt vier unterschiedliche Druck - oder Kompressionsklassen, die je nach Krankheitsbild und/oder - schwere vom Arzt verschrieben werden:

Der Arzt entscheidet anhand der Ausprägung der Symptome, welche Druckklasse für seinen Patienten die richtige ist.

Fachberatung im Sanitätshaus

Versorgt wird der Patient im Sanitätshaus. Speziell ausgebildete Fachkräfte beraten den Kunden und suchen mit ihm gemeinsam den optimalen Strumpf aus. Kompressionsstrümpfe gibt es in verschiedenen Materialien und Farben von unterschiedlichen Herstellern mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Abhängig von der Krankenkasse muss vor der Versorgung ein Kostenvoranschlag erstellt und genehmigt werden. Das kann dann ein paar Tage dauern.

Übrigens leiden weit mehr Frauen als Männer unter Venenerkrankungen wie Krampfadern.

Individuelle Anpassung

Ganz wichtig ist das richtige Messen, damit die Kompressionsstrümpfe optimal sitzen und den richtigen Druck auf die entsprechenden Partien für einen optimalen Druckverlauf abgeben.

Die Fachverkäuferin nimmt beim Kunden Maß. Neben der Beinlänge sowie Länge und Breite des Fußes wird der Umfang der Beine an verschiedenen Messpunkten gemessen und in ein Maßblatt eingetragen.

Wenn die passenden Strümpfe vorrätig sind, kann der Kunde sie sofort erhalten. Sind sie nicht vorrätig oder bedarf es einer speziellen Größe, werden die Strümpfe bestellt.

 

Wissenswertes über Kompressionsstrümpfe:

 

*Was ist …?

Das Lymphödem ist eine sicht- und tastbare Flüssigkeitsansammlung im Interstitium (Zwischenzellraum). Es wird durch mechanische Insuffizienz des Lymphgefäßsystems hervorgerufen, so dass die interstitielle Flüssigkeit nicht mehr ausreichend über die Lymphgefäße abtransportiert werden kann.

Quelle: Wikipedia

 

 Quelle: Sanitätshaus Hoffmeister, Braunschweig

www.cwhoffmeister.d

Rund vier Millionen Frauen in Deutschland sind von einem Lipödem betroffen. Bei dieser Fettverteilungsstörung vermehren sich die Fettzellen an Oberschenkeln, Hüfte, Po oder Armen ohne Kontrolle. Nicht mal strenge Diäten helfen, an den betroffenen Stellen abzunehmen. Woher kommt´s? Was kann man tun?

 

Was ist ein Lipödem?

Der Begriff Lipödem setzt sich aus den griechischen Worten „lipos“ (Fett) und „oidema“ (Geschwulst; Schwellung) zusammen und beschreibt eine chronische und zudem schmerzhafte Fettverteilungsstörung.

Die Krankheit betrifft überwiegend Hüfte und Oberschenkel, der Rest des Körpers weist normale Proportionen auf. Deshalb spricht man auch vom „Reiterhosenphänomen“.

Das Lipödem ist sehr schmerzhaft und Patienten leiden aufgrund ihres Aussehens oft auch psychisch. Häufig tritt begleitend eine Adipositas (Fettleibigkeit) auf, welche die Betroffenen zusätzlich belastet. Dieses Übergewicht kann dazu führen, dass sich die Lipödem-Symptome verschlimmern.

Wo entstehen Lipödeme?

Lipödeme treten in aller Regel symmetrisch auf, vorwiegend im Oberschenkel- und Beinbereich, seltener an Po und Armen. Das Lipödem grenzt sich dadurch ab, dass Füße und Zehen beziehungsweise die Finger nicht betroffen sind.

Was sind die Auslöser für ein Lipödem?

Überwiegend erkranken Frauen an einem Lipödem. Dementsprechend liegt die Vermutung nahe, dass weibliche Hormone eine Ursache der Erkrankung sind. Zudem bricht die chronische Fettverteilungsstörung oft in Zeiten hormoneller Umstellung aus, wie etwa in der Pubertät oder Schwangerschaft. Seltener treten Lipödeme nach oder während der Wechseljahre auf.

 

In erster Linie sind Frauen von Lipödem-Erkrankungen betroffen. – Bild: ofa

 

Ein Problem für die erhöhte Anfälligkeit von Frauen könnte auch darin bestehen, dass das weibliche Fettgewebe anders aufgebaut ist als das männliche.

Männer sind demnach selten von der Fettverteilungsstörung betroffen. Wenn, dann treten Lipödeme bei Männern meist in Verbindung mit anderen Erkrankungen (z.B. Testosteronmangel durch Leberschaden) oder Behandlungen (z.B. Prostatakarzinom) auf, die den männlichen Hormonhaushalt beeinflussen.

Außerdem geht man davon aus, dass eine gewisse Veranlagung für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich ist und Lipödeme somit vererbbar sein könnten.

 

Was ist der Unterschied zwischen Lipödem und Lymphödem?

Lipödem bezeichnet eine chronische Erkrankung, die durch eine ungleiche Verteilung des Fettgewebes im Körper gekennzeichnet ist.

Beim Lymphödem staut sich Lymphflüssigkeit in den Gliedmaßen (vor allem Arme und Beine), so dass diese anschwellen.

 

Können Lipödem und Lymphödem zusammenkommen?

Das zusätzliche Fettgewebe und vor allem eine begleitende Adipositas belasten auch das Lymphsystem. Ohne entsprechende Behandlung ist das lymphatische System nach einigen Jahren so überlastet, dass es dauerhaften Schaden davonträgt.

Das kann dazu führen, dass sich neben dem Lipödem ein sekundäres Lymphödem entwickelt. Dieses Phänomen wird häufig als Mischform bezeichnet. Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, frühzeitig mit der Behandlung des Lipödems zu beginnen.

 

Welche Symptome kennzeichnen ein Lipödem?

Kennzeichnend für ein Lipödem sind symmetrische, reiterhosenartige und schwammige Fettzunahme. Der Begriff „schwammig“ beschreibt zudem das typische, sehr weiche Bindegewebe sowie die damit verbundene Orangenhaut (auch Cellulite genannt).

Optisch grenzt sich das Lipödem von anderen Ödemformen dadurch ab, dass Hände und Finger beziehungsweise Füße und Zehen nicht betroffen sind. Bei einem Beinlipödem endet die Fettvermehrung dementsprechend an den Knöcheln, sodass das Fettgewebe im fortgeschrittenen Stadium das Sprunggelenk überlappt. Daher spricht man auch vom Suavenhosenphänomen (oder auch Haremshosen).

Betroffene haben besonders nach langem Stehen und Sitzen oder am Abend erhebliche Beschwerden. Sie reagieren sehr empfindlich auf Druck und Berührungen und bekommen schnell blaue Flecken (Blutergüsse). Die Arme oder Beine fühlen sich schwerer und geschwollen an. Außerdem beschreiben die Patienten ein Spannungsgefühl bis hin zum Berstungsschmerz.

Die großen Umfänge der Oberschenkel können beim Laufen stören und durch Aneinanderreiben die Haut an den Oberschenkelinnenseiten aufscheuern. Zudem kann es durch das vermehrte Gewicht der Gliedmaßen zu Fehlstellungen der Gelenke kommen.

 

Wie lässt sich ein Lipödem feststellen?

Für die Diagnose ist eine Begutachtung der betroffenen Körperregionen unumgänglich. In der Regel sind die Körperproportionen der Betroffenen sehr ungewöhnlich: Typisch ist beispielsweise ein schlanker bis normaler Oberkörper bei gleichzeitig breiten bis sehr breiten Hüften und Oberschenkeln.

Ein klares Abgrenzungszeichen zum Lymphödem ist, dass die Fettpolster an den Füßen und/oder Händen enden. Außerdem sollte geprüft werden, ob die Patienten empfindlich auf Berührung oder Druck reagieren. Zusätzlich können bildgebende Verfahren wie die Sonographie (Ultraschall) eingesetzt werden, um das Unterhautfettgewebe sichtbar zu machen.

Welche Stadien gibt es bei einem Lipödem?

Erste Anzeichen zeigen sich meist nach hormonellen Veränderungen wie etwa nach der Pubertät, einer Schwangerschaft oder selten auch nach den Wechseljahren. Das gängigste Klassifizierungssystem beschreibt die Einteilung in drei Stadien. Dabei ist zu beachten, dass diese Einteilung lediglich einen Teilaspekt des Lipödems berücksichtigt – Form und Aussehen der Extremitäten –, nicht aber die Beschwerden abbildet.

Stadium 1: Die Hautoberfläche ist glatt und das Unterhautgewebe verdickt. Zudem ist die Fettstruktur feinknotig und weist feine Dellen auf, was auch als Orangenhaut oder Cellulitis bekannt ist.

Stadium 2: Die Hautoberfläche wird uneben, die Struktur des Fettgewebes grobknotig, dementsprechend zeichnen sich gröbere Dellen ab.

Stadium 3: Das Gewebe wird zusätzlich derber und härter. Außerdem bilden sich große unförmige Hautlappen.

 

Wie wird ein Lipödem behandelt?

Die Behandlung eines Lipödems ist entscheidend für den Krankheitsverlauf. Grundlage der Behandlung ist die sogenannte komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE). Darüber hinaus ist eine begleitende Ernährungs- und Bewegungstherapie von Vorteil: Sport und gesunde Ernährung können zwar die Fettverteilungsstörung nicht heilen, aber oftmals die Symptome lindern und eine weitere Gewichtszunahme verhindern.

Die komplexe physikalische Entstauungstherapie setzt sich aus fünf Bausteinen zusammen: manuelle Lymphdrainage, medizinische Kompressionsstrümpfe, Hautpflege, Bewegung und Selbstmanagement. Das Einhalten dieser fünf Therapiepunkte ist die Voraussetzung, um trotz chronischer Krankheit ein nahezu selbstbestimmtes Leben führen zu können.

Therapie-Baustein Selbstmanagement: Ziel ist es, dass Ödem-Patienten selbstständige Manager ihrer Krankheit werden, also durch reflektierendes, eigenverantwortliches und gesundheitsförderndes Verhalten einen aktiven Beitrag zum Erfolg der Behandlung leisten.

Sport und eine bewusste Ernährung sind wichtige Faktoren, um in Kombination mit einer flachgestrickten medizinischen Kompression Lipödem-Beschwerden zu lindern. – Bild: ofa

Therapie-Baustein Kompression: Sport und Ernährung sind wichtige Faktoren, um den Ödemen Einhalt zu bieten. Beide Säulen können aber ein Lipödem nicht reduzieren. In Kombination mit einer starken medizinischen Kompression können sie aber dazu beitragen, die Beschwerden zu lindern.

 

Worauf kommt es bei der Kompressionstherapie an?

Die medizinische Kompression bei Lipödemen wird ausschließlich durch flachgestrickte Produkte erzielt. Nur flachgestrickte Kompressionsstrümpfe bieten aufgrund ihrer Strickweise und dem medizinisch korrekten Druckverlauf eine stabile Wand gegen Ödeme.

Die Kompressionsstrümpfe sollten täglich getragen werden, nachts dürfen Sie sie ausziehen. Spezielle Anziehhilfen erleichtern das Überziehen.

Wichtig: Um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen, brauchen Sie perfekt angepasste Strümpfe. Lassen Sie sich unbedingt im Sanitätshaus vermessen, am besten morgens oder direkt nach der manuellen Lymphdrainage, um das exakte Maß zu ermitteln.

 

Welche Unterstützung bietet Ihr Sanitätshaus?

Wir sind Ihr kompetenter Ansprechpartner in Sachen Kompressionstherapie: Ergänzend zum Physiotherapeuten (manuelle Lymphdrainage, entstauende Bewegungs- und Atemübungen, Tipps zur Selbstbandagierung und zu ödempräventivem Verhalten) beraten und unterstützen wir Sie dabei, Ihre Beschwerden durch Kompressionsstrümpfe zu lindern.

 

Ihr Sanitätshaus unterstützt Ihren Behandlungserfolg mit einer individuell angepassten Kompressions-Versorgung. – Foto: SALITARIS

Im Sanitätshaus bekommen Sie Antworten auf wesentliche Fragen rund um die Kompression: Welche Materialien gibt es? Wie ziehe ich die Kompression an und aus? Wie oft kann ich meinen Strumpf waschen? Welche Zusätze fördern den Therapieerfolg?

Wir unterstützen Ihren Behandlungserfolg mit einer individuell angepassten Versorgung. Mit Kompressionsstrümpfen in aktuellen modischen Farben. Mit Anziehhilfen und weiteren hilfreichen Produkten.

Lassen Sie sich von unseren Experten beraten, wie Sie Ihre Lipödem-Behandlung durch die für Sie richtige Kompression unterstützen und Ihre Beschwerden möglichst wirkungsvoll in den Griff bekommen.

Rufen Sie uns doch gleich mal an …

Sie haben Fragen zum Thema Lipödem-Behandlung? Sie hätten gerne eine persönliche Beratung? Dann rufen Sie uns am besten gleich an, damit wir einen Termin vereinbaren können. Wir freuen uns auf Sie!

Telefon: 020243046866

E-Mail: info@beuthel.de 

 

Wo bekommen Lipödem-Erkrankte weitere Hilfe?

Schätzungen zufolge leidet jede zehnte Frau in Deutschland an einem Lipödem. Wichtig ist, mit dieser Krankheit offen umzugehen. Es gibt regionale Selbsthilfegruppen, in denen Betroffene Unterstützung finden.

Unter dem Hashtag #LipödemMutmacher berichten immer mehr Frauen im Internet ganz offen über ihre Lipödem-Erkrankung. Sie zeigen sich dabei in ihrem Alltag, posten ihr Mittagessen oder welchen Sport sie gerne machen. Auch Kompressionsstrümpfe und andere Therapiemaßnahmen werden thematisiert. – Bild: ofa

Auch im Netz hat sich eine Community von mutigen Frauen entwickelt, die sich nicht länger verstecken, sondern aktiv über ihre Krankheit sprechen (#LipödemMutmacher).

 

Lipödem-Mutmacher und ihre Geschichte(n):
Selbsthilfegruppen und Betroffene  www.ofa.de/de-de/mutgeschichten/
Initiative #LipödemMutmacher www.ofa.de/de-de/lipoedem-mutmacher/

Quellen:
Ofa, medizinische Kompressionsstrümpfe, Bandagen und Orthesen  www.ofa.de
eurocom e.V., Herstellervereinigung für Kompressionstherapie, dort gibt es auch eine Informationsbroschüre „Lymphödem und Lipödem“ als PDF zum Download  www.eurocom-info.de

 

 

 

Dunkelheit, Nässe, Eis und Schnee – für Rollator-Nutzer bringen Herbst und Winter vielfältige Herausforderungen mit sich. Berücksichtigen Sie die folgenden Tipps, damit Sie auch in der dunklen und kalten Jahreszeit sicher mit dem Rollator unterwegs sind und wieder heil zu Hause ankommen.

Bereiten Sie sich auf Ihre Spaziergänge vor

Wartung des Rollators

Stellen Sie sicher, dass Ihr Rollator gewartet ist. Viele Sanitätshäuser bieten eine regelmäßige kostenlose Wartung an. Achten Sie darauf, dass Ihre Bremsen zuverlässig funktionieren.

Die richtige Kleidung

Ihre Kleidung ist das A und O, wenn Sie im Winter nach draußen gehen. Tragen Sie möglichst Winterschuhe mit grobem Profil und höherem Schaft. Die geben besseren Halt und reduzieren so das Risiko, auszurutschen und zu stürzen.

Tragen Sie warme, helle und kontrastreiche Kleidung. Personen mit dunkler Kleidung „verschwimmen“ im Dunklen und werden von Autofahrern nur schlecht erkannt.

Dazu Joachim Tabath, Seniorenberater bei der Polizei Düsseldorf: „In der Dunkelheit wird ein Mensch mit dunkler Kleidung nur bis etwa 25 Meter Entfernung gesehen. Mit kontrastreicher Kleidung sind es etwa 40 Meter. Wenn aber Reflektoren an Kleidung und Rollator angebracht sind, kann man Sie bis zu 150 Meter weit sehen. Autofahrer können dann sogar noch bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h rechtzeitig bremsen."

Ziehen Sie warme Handschuhe an, wenn Sie schnell kalte Hände bekommen oder Ihre Finger einfrieren. Sie brauchen die Hände zum Betätigen der Rollator-Bremsen.

Nehmen Sie ihr Handy mit. Informieren Sie am besten vorher eine vertraute Person über Ihren Spaziergang. So sind Sie für den Fall der Fälle gerüstet.

Schätzen Sie sich selbst richtig ein

Sie müssen sich nichts beweisen. Verschneite oder vereiste Straßen sind für jeden Fußgänger eine Gefahr. Fragen Sie sich vor jedem Spaziergang: Wie schätze ich meine Kräfte heute ein? Traue ich mir einen Spaziergang bei Glatteis oder Schneematsch zu? Habe ich die Kraft und die Koordination, um mich vor einem Sturz zu bewahren?

Fragen Sie um Hilfe

Wenn Sie sich unsicher fühlen, allein in die Kälte zu ziehen: Vielleicht kann Sie ja jemand begleiten. Rufen Sie Verwandte oder Bekannte an und fragen Sie, ob sie mit Ihnen mitgehen möchten. Machen Sie einfach zusammen einen Winterspaziergang.

Bleiben Sie im Zweifel zuhause

Fühlen Sie sich von den widrigen Winterbedingungen überfordert? Das ist total in Ordnung. Es ist gut, dass Sie sich selbst so gut einschätzen können. Es ist gut, dass Sie den Mut haben, diese Situation zu akzeptieren. Damit setzen Sie Ihre Gesundheit nicht aufs Spiel.

Fragen Sie Verwandte oder Freunde, ob sie Ihnen helfen können. Eventuell kann Sie jemand mit dem Auto abholen oder Ihnen Besorgungen vorbeibringen? Auch ein Taxi zu rufen, ist eine Möglichkeit, damit Sie trotzdem Ihre Erledigungen machen können. Manche Supermärkte bieten inzwischen auch Lieferservices an.

So verhalten Sie sich unterwegs

Werden Sie nicht leichtsinnig

Überqueren Sie Straßen nur an gut beleuchteten Stellen, Ampeln und Zebrastreifen. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, den Verkehr zu beobachten und den geeigneten Moment zum Überqueren der Straße abzupassen.

Der Pinguin-Gang: So rutschen Sie nicht aus

Wichtig ist auf Eis und Schnee, den Körperschwerpunkt über den auftretenden Fuß zu bekommen. – Zeichnungen: Saljol

Pinguine wissen genau, wie sie sich bei Glätte sicher auf dem Eis bewegen. Deswegen wird bei Glätte der sogenannte „Pinguin-Gang“ empfohlen: Verlagern Sie den Körperschwerpunkt nach vorne, über das auftretende Bein. Der Fuß setzt jeweils mit ganzer Sohle auf und zeigt leicht nach außen. Das sorgt für Stabilität.

Das Praktische: Wenn Sie mit dem Rollator unterwegs sind, laufen Sie automatisch schon leicht nach vorne gebeugt – wie ein Pinguin.

Achten Sie auf die Winter-Ausstattung

Reflektoren

Winter bedeutet auch, dass es später hell und früher dunkel wird. Gehen Sie im Idealfall bei Helligkeit aus dem Haus. Dann ist es nicht nur ein bisschen wärmer, sondern Sie werden von Autofahrern auch besser gesehen.

Nichtsdestotrotz kann es jederzeit passieren, dass Sie in die Dämmerung gelangen. Nutzen Sie deshalb Reflektoren am Rollator und an der Kleidung. Reflektoren werden erheblich besser wahrgenommen als helle Kleidung. Sie sollten so tief wie möglich angebracht werden, dann werden sie besser gesehen. Besonders gut sind helle und reflektierende Elemente an den Rollator-Rädern oder den Schuhen.

Beleuchtung

Beleuchten Sie Ihren Weg. Wer schlecht sieht, profitiert von einer Lampe, mit der der Weg beleuchtet werden kann. Am Rollator angebracht, zeigt sie nicht nur den Weg, sondern sorgt auch für bessere Sichtbarkeit.

Räder mit Profil

Nutzen Sie Rollator-Räder mit gröberem Profil. Die geben besseren Halt auf matschigen oder verschneiten Wegen und tragen dazu bei, Stürze zu verhindern.

 

Sprechen Sie mit den Experten in Ihrem Sanitätshaus

Sie haben noch Fragen zum Thema? Dann wenden Sie sich doch vertrauensvoll an Ihr Sanitätshaus. Die Experten beraten Sie dort gerne, wie Sie mit Ihrem Rollator sicher durch den Winter kommen.

Autorin:

Friederike Appel leitet den Bereich Marketing und E-Commerce beim Rollator-Hersteller SALJOL GmbH im bayerischen Maisach.

www.saljol.de

Für Betroffene wie Angehörige bedeutet ein Schlaganfall einen tiefen Einschnitt in ihr bisheriges Leben. Er kann zu einer Reihe von Einschränkungen führen. Deshalb brauchen Betroffene im häuslichen Umfeld meist noch eine Zeitlang geeignete Hilfsmittel. Die können helfen, ihren Alltag leichter zu gestalten und so selbstständig wie möglich zu leben.

Ob Duschhocker, Pflegebett oder Bildschirmlesegerät – die individuelle Ausstattung des Wohnbereiches macht es Menschen nach einem Schlaganfall leichter, das Leben im häuslichen Umfeld möglichst selbstständig zu meistern. – Grafik: Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Die Folgen eines Schlaganfalls sind vielfältig, je nach Schädigung des Gehirns können beim Patienten sehr unterschiedliche Einschränkungen auftreten. Dementsprechend individuell sollte eine Hilfsmittelberatung sein. 

Die Fachleute, etwa Arzt, Sanitätshaus oder Therapeut, sind hierbei auf die Mitarbeit des Patienten und der Angehörigen angewiesen. Nur gemeinsam gelingt es, die Bedürfnisse, Lebensumstände und Wohnverhältnisse zu analysieren und eine Versorgung zu erarbeiten, die dem Bedarf des Patienten entspricht.

Verordnung und Beantragung von Hilfsmitteln

Meist arbeiten Kliniken mit Sanitätshäusern zusammen, die mit der Versorgung von Schlaganfall-Patienten vertraut sind. Sie werden gerade in Bezug auf die häusliche Versorgung mit Ihnen in Kontakt treten. Erkundigen Sie sich, wie in Ihrer Klinik der übliche Ablauf ist.

Sollten Sie ein anderes Sanitätshaus bevorzugen, hat der Gesetzgeber die Wahl des Versorgers eingeschränkt. Ihre Krankenkasse und das Sanitätshaus müssen einen Vertrag geschlossen haben. Auskunft über bestehende Vertragspartner kann Ihnen Ihre Krankenkasse geben. Wenn Sie ein anderes Sanitätshaus wählen, können Ihnen Mehrkosten entstehen.

Lassen Sie sich im Sanitätshaus beraten

Im ambulanten Sektor übernimmt die Verordnung der Hilfsmittel Ihr Haus- oder Facharzt. Mit dieser Verordnung wenden Sie sich an ein Sanitätshaus. Die Notwendigkeit für einen Einsatz von Hilfsmitteln können neben niedergelassenen Therapeuten und Ärzten auch Sie selbst sehen. Scheuen Sie sich nicht, ein Sanitätshaus aufzusuchen, um sich beraten zu lassen oder Ihren Therapeuten oder Arzt bezüglich Ihrer Wünsche anzusprechen.

 

 

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Es gibt eine Vielzahl spezieller Produkte, die von Schlaganfall betroffenen Menschen den Alltag erleichtern. Beratung und Auswahl bietet Ihr Sanitätshaus. – Grafik: Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Welche Hilfsmittel sind erstattungsfähig?

Im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen wird aufgeführt, welche Hilfsmittel über eine Hilfsmittelnummer verfügen und somit generell durch die Kassen finanziert werden können. Aber auch nicht gelistete Hilfsmittel sind erstattungsfähig: Es bedarf einer ärztlichen Verordnung, über die beim Kostenträger dann im Einzelfall entschieden wird.

Zudem können Sie selbstverständlich alle nicht gelisteten Hilfsmittel frei käuflich erwerben. Besonders im Bereich der sogenannten Alltagshelfer sind die meisten Hilfsmittel nicht mit einer Hilfsmittelnummer versehen und somit nicht erstattungsfähig. Trotzdem bieten sie oftmals eine gute Unterstützung für die alltäglichen Verrichtungen.

Info-Broschüre zu den häuslichen Hilfsmitteln

Eine kostenfreie Info-Broschüre der Deutschen Schlaganfall-Hilfe erläutert ausführlich die unterschiedlichen Kategorien geeigneter Hilfsmittel. Außerdem gibt es wertvolle Tipps, worauf Sie achten sollten, um Hilfsmittel zu beantragen, und wie Sie reagieren können, wenn die Krankenkasse die Bewilligung eines Hilfsmittels ablehnt.

Info-Broschüre downloaden oder bestellen

Rollator für Schlaganfall-Patienten: Leicht und wendig sollte er sein

Durch eine einseitige Lähmung nach einem Schlaganfall haben manche Patienten Schwierigkeiten beim Laufen. Ein Rollator bietet ihnen eigentlich eine optimale Unterstützung. Doch durch die Lähmung können die Betroffenen einen Standard-Rollator nicht richtig manövrieren, bremsen oder zusammenklappen.

Deshalb ist es wichtig, einen möglichst leichten Rollator zu wählen, der sich idealerweise mit einer Hand zusammenfalten, schieben, transportieren und bremsen lässt.

 

Ein niedriges Gewicht erleichtert den Umgang mit dem Rollator. – Foto: Saljol GmbH

Hersteller Saljol setzt hierfür auf Carbon: Das geringe Gewicht macht den Rollator wendig und leichtgängig. Dadurch ist er auch für Menschen mit geringer oder eingeschränkter Muskelkraft gut zu manövrieren. Zusammenklappen lässt sich das Carbon-Modell ebenfalls mit einer Hand: einfach den Entriegelungsgurt auf der Sitzfläche ziehen und die Gehhilfe faltet sich zusammen. Und im zusammengeklappten Zustand ist der Rollator so ausbalanciert, dass er sich sogar einhändig ins Auto einladen lässt.

Unser Tipp: Lassen Sie sich von uns individuell beraten.

Quellen:

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe (www.schlaganfall-hilfe.de)

Saljol GmbH (www.saljol.de)

Der Umgang mit mehreren Medikamenten stellt Schlaganfall-Patientinnen und -Patienten oft vor Herausforderungen. Deshalb haben viele von ihnen Anspruch auf einen Medikationsplan.

Wer drei oder mehr verordnete Medikamente über mindestens vier Wochen einnimmt oder anwendet, hat Anspruch auf einen Medikationsplan. Im Normalfall wird dieser Plan von der Hausärztin oder dem Hausarzt erstellt. Er bietet eine Übersicht über alle Medikamente, die eingenommen werden. Das soll helfen, unerwünschte Wechselwirkungen von Arzneimitteln besser zu erkennen und Einnahmefehler zu vermeiden.

Medikationsplan digital oder ausgedruckt

Seit 2016 gilt diese gesetzliche Regelung, doch noch immer ist sie nicht allen Berechtigten bekannt. Das zeigt sich gerade bei Klinikaufenthalten. Patientinnen und Patienten, die keinen Plan erhalten haben, sollten ihn bei ihren Ärzten oder vor Entlassung aus der Klinik anfordern. Den Medikationsplan gibt es digital oder auf Wunsch ausgedruckt.

Den Medikationsplan aktuell halten

„Patientinnen und Patienten sollten darauf achten, dass der Plan stets aktuell ist, und ihn immer dabei haben“, sagt Dr. Michael Brinkmeier, Vorstand der Schlaganfall-Hilfe. „Gerade bei komplexen, chronischen Erkrankungen wie dem Schlaganfall ist der Medikationsplan eine wichtige Alltagshilfe und eine gute Grundlage für das Arztgespräch.“ Ein Muster-Medikationsplan und weitere Informationen sind zu finden auf.

www.medikationsplan-schafft-ueberblick.de

Quelle: Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe (www.schlaganfall-hilfe.de)

Aufklärung über die Alzheimer-Krankheit ist ein wichtiges Anliegen der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI). Immer noch gibt es viel Verunsicherung im Zusammenhang mit der Krankheit des Vergessens. Die Experten der AFI stellen sieben Irrtümer richtig.

Irrtum 1:

Alzheimer ist ansteckend

Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass die Alzheimer-Krankheit beim Menschen ansteckend ist. Im Tierexperiment ist es zwar unter Laborbedingungen möglich, die Alzheimer-Krankheit zu übertragen. Diese Ergebnisse sind aber nicht auf die realen Bedingungen beim Menschen übertragbar. Abgesehen vom notwendigen Corona-Infektionsschutz ist kein spezieller Schutz beim täglichen Umgang mit Patienten nötig.

Irrtum 2:

Alzheimer und Demenz sind das Gleiche

Der Begriff „Demenz“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet sinngemäß „ohne Geist“. Über 50 verschiedene Störungen der geistigen Leistungsfähigkeit werden darunter zusammengefasst. Demenz ist also ein Überbegriff und nicht gleichzusetzen mit der Alzheimer-Krankheit. Alzheimer ist mit rund zwei Drittel aller Fälle die häufigste Form der Demenz. Weitere Demenzformen sind beispielsweise die Vaskuläre Demenz, die Lewy-Körperchen-Demenz, die Frontotemporale Demenz oder die Demenz bei Parkinson.

Irrtum 3:

Aluminium verursacht Alzheimer

Bei Gehirn-Autopsien von verstorbenen Alzheimer-Patienten wurde zwar eine erhöhte Aluminium-Konzentration festgestellt. Forscher gehen jedoch davon aus, dass es sich um eine Begleiterscheinung und nicht um die Ursache der Krankheit handelt. Einen ursächlichen Zusammenhang von erhöhter Aluminiumaufnahme und dem Auftreten der Alzheimer-Krankheit konnte bisher wissenschaftlich nicht belegt werden. Auch Studien zur Entstehung und Verbreitung von Alzheimer zeigen keine Hinweise auf eine Verbindung von Aluminium und der Alzheimer-Krankheit.

Irrtum 4:

Alzheimer-Patienten sterben, weil sie zu atmen vergessen

Menschen mit Alzheimer vergessen nicht, zu atmen. Sie sterben auch nicht unmittelbar an der Alzheimer-Krankheit, sondern an Begleiterkrankungen. Im letzten Krankheitsstadium bauen die Patienten auch körperlich immer mehr ab und sind schließlich rund um die Uhr pflegebedürftig. Weil das Immunsystem dadurch erheblich geschwächt ist, steigt die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten. Viele Alzheimer-Patienten sterben an Atemwegsinfektionen.

Irrtum 5:

Alzheimer ist keine Krankheit, sondern eine normale Alterserscheinung

Diese Behauptung wird in populärwissenschaftlichen Debatten immer wieder aufgestellt. Mittlerweile ist es jedoch möglich, die Eiweiß-Ablagerungen aus Beta-Amyloid und Tau, die für die Alzheimer-Krankheit charakteristisch sind, durch bildgebende Verfahren sichtbar zu machen. Ein organisch gesundes Gehirn kann bis ins hohe Alter sehr leistungsfähig sein, auch wenn es in der Regel langsamer wird. Alzheimer dagegen ist eine Erkrankung, die diagnostiziert, behandelt und weiter erforscht werden muss.

Irrtum 6:

Alzheimer ist noch nicht heilbar, also kann man nichts tun

Es stimmt, dass Alzheimer bisher noch nicht heilbar ist. Trotzdem kann man Alzheimer behandeln. Mit Alzheimer-Medikamenten kann der Krankheitsverlauf verlangsamt werden und auch Begleiterscheinungen wie Depressionen oder Aggressionen lassen sich medikamentös behandeln. Nicht-medikamentöse Therapien, wie die geistige, körperliche und emotionale Mobilisierung können die Selbstständigkeit des Patienten länger erhalten und ihr Wohlbefinden fördern.

 

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Entgegen der häufig geäußerten Meinung: Alzheimer ist nicht ansteckend und auch nur in seltenen Fällen vererbbar. – Foto: AFI/ Joanna Nottebrock

Irrtum 7:

Meine Mutter hatte Alzheimer, also werde ich es auch bekommen

Die Erkrankung eines Elternteiles bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Krankheit an die Kinder vererbt wird. Nur rund ein Prozent aller Alzheimer-Erkrankungen sind eindeutig erblich bedingt. Betroffene erkranken in der Regel sehr früh, zwischen dem 30. und 65. Lebensjahr. Bei 99 Prozent aller Alzheimer-Erkrankungen ist das Alter das größte Erkrankungsrisiko. Die Symptome beginnen meistens erst ab dem 65. Lebensjahr. Auch hier gibt es genetische Varianten, die das Erkrankungsrisiko erhöhen können. Zu einem sicheren Ausbruch der Krankheit führen sie jedoch nicht.

Zum Weiterlesen: Vielfältiges Info-Angebot der AFI

Sie wollen sich intensiver über die Alzheimer-Krankheit informieren? Dann sind Sie bei der Alzheimer Forschung Initiative an der richtigen Adresse: Zu unterschiedlichsten Aspekten von Alzheimer (Symptome, Diagnose, Behandlung, …) gibt es dort gedruckte Broschüren (kostenfrei zu bestellen) sowie informative Online-Texte und -Videos. Außerdem einen Newsletter, der regelmäßig über Aktuelles und Wissenswertes zur Alzheimer-Krankheit, über Neuigkeiten aus der Forschung und über Aufklärungsangebote der AFI informiert.

Website: www.alzheimer-forschung.de/alz

Telefon: 0211 / 86 20 66 0

 

  

Man schätzt, dass in Deutschland 1,2 Millionen Alzheimer-Patienten leben. Jedes Jahr erkranken etwa 200.000 weitere Menschen. Was aber ist Alzheimer? In diesem Beitrag gehen wir der Erkrankung auf den Grund und erklären dabei auch den Unterschied zwischen Alzheimer und Demenz.

Alzheimer – auf den Punkt gebracht

Alzheimer und Demenz

Im alltäglichen Sprachgebrauch werden die Begriffe „Alzheimer“ und „Demenz“ oft gleichbedeutend verwandt. Dabei ist die Alzheimer-Krankheit mit rund zwei Drittel aller Fälle die häufigste Demenzform. Unter dem Begriff „Demenz“ werden über 50 Krankheiten zusammengefasst, bei denen die Gehirnleistung abbaut. Neben Alzheimer kommen die vaskuläre Demenz, die Lewy-Körperchen-Demenz und die frontotemporale Demenz am häufigsten vor. Sie unterscheiden sich in Ursache, Symptomen und Verlauf von der Alzheimer-Krankheit.

Veränderungen im Gehirn

Wie entsteht Alzheimer? Diese Frage ist trotz jahrzehntelanger Forschung noch immer nicht restlos aufgeklärt. Dennoch werden die Ursachen und Mechanismen der Alzheimer-Krankheit heute deutlich besser verstanden. Zwei verschiedene Eiweißablagerungen spielen eine Rolle: Plaques aus Beta-Amyloid und Fibrillen aus Tau. Das Video erklärt die komplexen Vorgänge in einfachen Worten und bewegten Bildern.

Der Animationsfilm „Alzheimer: Eine dreidimensionale Entdeckungsreise“ nimmt Sie mit auf die Reise ins menschliche Gehirn. Der Film zeigt in leicht verständlichen Bildern, welche Veränderungen Alzheimer im Gehirn hervorruft und wie sie sich ausbreitet.

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Alter ist das größte Alzheimer-Risiko

Viele Menschen haben Angst, an Morbus Alzheimer zu erkranken, weil bereits ein Familienangehöriger betroffen war. Aber in weniger als einem Prozent der Fälle ist die Krankheit erblich.

Es sind bisher drei Gene bekannt, die für diese Form verantwortlich sind. Wenn eines dieser Gene Mutationen aufweist, bricht die Alzheimer-Krankheit in jedem Fall aus. Betroffene erkranken in der Regel sehr früh, zwischen dem 30. und 65. Lebensjahr. Die Krankheit wird autosomal-dominant vererbt, das heißt, wenn ein Elternteil betroffen ist, besteht eine fünfzigprozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder ebenfalls erkranken. Diese vererbbare Form wird auch „familiäre“ Alzheimer-Krankheit genannt.

Meistens ist jedoch das Alter das größte Risiko für eine Alzheimer-Krankheit. Die altersbedingte Form der Erkrankung macht rund 99 Prozent aller Fälle aus. Die Symptome beginnen meistens erst ab dem 65. Lebensjahr.

Geschichte der Alzheimer-Krankheit

Benannt wurde Morbus Alzheimer nach dem deutschen Neurologen Dr. Alois Alzheimer, der die Symptome 1906 zum ersten Mal beschrieben hat („eigenartige Krankheit der Gehirnrinde“). Er hatte bei einer verstorbenen Patientin Eiweißablagerungen, sogenannte Plaques, im Gehirn gefunden. Auguste Deter war vor ihrem Tod auffallend verwirrt und vergesslich gewesen. Seitdem trägt die „Krankheit des Vergessens“ den Namen des deutschen Nervenarztes. Anschließend vergingen aber viele Jahre, bis die Erkrankung weiter erforscht wurde.

Alzheimer-Prävention

Lässt sich das Risiko einer Alzheimer-Demenz verringern? Statistisch gesehen: Ja. Denn große Studien zeigen, dass Menschen seltener an Alzheimer erkranken, die sich regelmäßig bewegen, geistig fit halten, gesellig sind, gesund ernähren und auf gesundheitliche Risikofaktoren achten. Weil es noch kein Heilmittel für Alzheimer gibt, wird das Thema Prävention in der Alzheimer-Forschung immer wichtiger.

Symptome der Alzheimer-Krankheit

Menschen mit Alzheimer bemerken oftmals im Verlauf der Erkrankung eine zunehmende Vergesslichkeit, die sich auf den Alltag mehr und mehr auswirkt. Aber auch Probleme mit der Orientierung, der Sprache, der Wahrnehmung und dem Erinnerungsvermögen sind Symptome, die auf Morbus Alzheimer hindeuten können. Meistens treten in Folge der Krankheit auch weitere Symptome wie Persönlichkeits- und Verhaltensänderungen auf.

Viele Menschen sind unsicher, wenn sie im Alter vergesslicher werden. Sie fragen sich, ob das schon ein Zeichen für eine Alzheimer-Erkrankung ist. Aber jeder hat Momente, in denen er sich an bestimmte Dinge nicht erinnern kann – zum Beispiel wo er den Autoschlüssel hingelegt hat. Menschen mit einer Alzheimer-Erkrankung wissen dagegen irgendwann gar nicht mehr, wofür der Autoschlüssel überhaupt genutzt wird. Alzheimer-Patienten verlieren ihr Kurzzeitgedächtnis und bekommen zunehmend Probleme mit alltäglichen Fähigkeiten.

Verlauf der Alzheimer-Krankheit

Erste Veränderungen im Gehirn können schon bis zu 25 Jahre vor den ersten Alzheimer-Symptomen auftreten. Die Ursachen hierfür sind bislang nicht eindeutig geklärt und Gegenstand der Forschung. Die Alzheimer-Krankheit verläuft in vier Stadien, die mit einer leichten kognitiven Störung beginnen. Der Verlauf der Erkrankung vom ersten bis zum letzten Stadium kann bis zu 20 Jahre umfassen. Bei den meisten Betroffenen verschlechtert sich der Zustand stetig. Es kann aber auch vorkommen, dass die Krankheit scheinbar akut beginnt oder einen wechselhaften Verlauf mit Verschlechterungen und Verbesserungen nimmt.

Diagnose der Alzheimer-Krankheit

Die Diagnose Alzheimer kann nur von einem Arzt durch unterschiedliche Tests und Untersuchungen gestellt werden. Neben dem Arztgespräch wird der Patient körperlich und neurologisch untersucht und Laborwerte, wie Blut und Urin, werden überprüft. Es folgt die psychologische Testung, die Hinweise auf die Gedächtnisleistung und den Schweregrad gibt. Mit bildgebenden Verfahren wie CT und MRT, der Untersuchung des Gehirnwassers sowie im Bedarfsfall den genetischen Risikofaktoren, werden demenzielle Erkrankungen konkretisiert.

Behandlung der Alzheimer-Krankheit

Die Alzheimer-Krankheit ist bisher unheilbar. Es gibt trotz intensiver Forschung bislang kein Medikament, das den Verlust der Nervenzellen im Gehirn aufhalten kann. Trotzdem können der Krankheitsverlauf verzögert und die Symptome gelindert werden. Medikamente wie Antidementiva und Antidepressiva können insbesondere im frühen und mittleren Stadium helfen, die Gedächtnisleistung möglichst lange zu erhalten und Begleiterscheinungen zu mildern. Neben einer medikamentösen Therapie stehen eine Reihe von nicht-medikamentösen Behandlungsoptionen zur Verfügung, die mittlerweile als gleichrangig angesehen werden.

Pflege von Menschen mit Alzheimer

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Die Betreuung und Pflege von Alzheimer-Patienten im Alltag ist eine große Herausforderung – in physischer, psychischer, aber auch in finanzieller Hin-sicht. – Foto: AFI / Joanna Nottebrock

Die meisten Menschen mit einer Alzheimer-Erkrankung werden zuhause von ihren Angehörigen betreut und gepflegt. Für die pflegenden Angehörigen bedeutet das eine enorme körperliche und psychische Belastung, die oft über eine längere Zeit andauert. Zudem eine Herausforderung auch in finanzieller Hinsicht. Unterstützende Angebote für die Betreuung bei dieser herausfordernden Aufgabe, beispielsweise auch finanzielle Zuschüsse durch die Pflegekassen, sorgen für eine gewisse Entlastung.

Andere Alzheimer-Patienten entscheiden sich für eine Unterbringung im Pflegeheim, wo Fachkräfte die Betreuung übernehmen.

Broschüren zur Alzheimer-Krankheit

Im Rahmen dieses Beitrages konnten nur einige Fakten erläutert und nur einige Fragen beantwortet werden. Weitergehende Informationen und Tipps zur Krankheit Alzheimer geben die Gratis-Broschüren der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI), die Sie über die Website der AFI bestellen können:

Gratis-Broschüren zur Alzheimer-Krankheit gibt es hier!

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein gemeinnütziger Verein, der das Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats e.V. trägt. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Alzheimer-Forscher und stellt kostenloses Informationsmaterial für die Öffentlichkeit bereit. Interessierte und Betroffene können sich bei der AFI (à www.alzheimer-forschung.de) fundiert über die Alzheimer-Krankheit informieren und Aufklärungsmaterial anfordern. Ebenso finden sich auf der Webseite Informationen zur Arbeit des Vereins und allen Spendenmöglichkeiten.

  

Bandagen sind medizinische Hilfsmittel, die schützende und unterstützende Funktionen haben. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Bandagearten, je nach Krankheitsbild und Person. Der Nutzen des Hilfsmittels ist unumstritten. Genau deswegen trifft man in Discountern oder Drogerien immer häufiger auf Bandagen, die ohne Rezept oder Beratungsgespräch verkauft werden. Die scheinbar günstigen Angebote werden als hochwertig angepriesen, können ihre Versprechen aber in der Regel nicht halten.

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